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Gottesdienste und Andachten Marien-Kirchengemeinde Oldendorf

Jahreslosung für das Jahr 2020 aus Markus 9,24

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

 

Monatsspruch für März 2020 aus Markus 13,37

Jesus Christus spricht: Wacht!

Predigt zum Sonntag Judica von Pastor Ralf Halbrügge

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn und Bruder Jesus Christus, Amen.

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserin, lieber Leser,

wir sind mitten in der Corona-Krise. Die Fernsehsender bringen jeden Tag Sondersendungen, die Zeitungen sind voll geschrieben mit Hiobsbotschaften aus Italien, Spanien und anderen Ländern. Auch bei uns in Deutschland geht die Angst um. Ärzte und Pflegepersonal arbeiten an ihrer Belastungsgrenze und die Zahl der Erkrankten steigt auch bei uns immer weiter. Viele kleine und große Betriebe stehen vor dem wirtschaftlichen Kollaps und viele Menschen sorgen sich um die Abzahlung von Krediten und erleben Existenzangst. Auch bei ihnen geht die Angst vor der Privatinsolvenz um. Alte Menschen dürfen nicht mehr besucht werden und in den Familien spielen sich emotionale Dramen ab. Es ist wirklich eine fast apokalyptisch anmutende Situation, in der wir uns befinden, eine, die wir so alle noch nicht erlebt haben. Viele sprechen von den schlimmsten Zeiten seit dem 2. Weltkrieg.

In dieser schlimmen Zeit sehnen wir uns nach menschlicher Wärme, nach Worten, die gut tun, nach Hoffnungsschimmern. Und bei allen unsozialen Auswüchsen, die wir an manchen Orten in den Supermärkten beobachten konnten, gibt es auch die Zeichen von Solidarität und menschlicher Wärme: Menschen kaufen für andere ein, manche musizieren abends auf ihren Balkonen und Terrassen, es werden Briefe und Karten geschrieben, es wird viel telefoniert, Ärzte, Pflegekräfte und Kassiererinnen bekommen Applaus und ich erlebe oft, dass sich Menschen gute Wünsche mitteilen wie "Pass auf dich auf", "Bleib gesund", "Ich denke an dich" oder "Bleib behütet!". Kerzen werden in die Fenster gestellt und ich habe den Eindruck, dass viele Menschen das Beten wieder ganz neu entdeckt haben. Viele sind in diesen Tagen ganz erfinderisch und kreativ, wenn es darum geht, anderen eine Freude zu machen und ihnen zu signalisieren: Ihr seid nicht allein!

Auch wir in den Kirchengemeinden versuchen viel, um denen, die einsam sind, die Angst haben, die sich nach dem Wort Gottes sehnen, die Hoffnung brauchen, nahe zu sein: Wir schreiben Predigten, die online eingestellt werden, wir nehmen Gottesdienste und Predigten auf, die sich die Menschen über YouTube ansehen können, wir verschicken Briefe und Karten, rufen viele Menschen an oder bieten ihnen an, uns als Seelsorger anrufen zu können.

Durch die Hiobsbotschaften hindurch gibt es eine breite Welle der Solidarität, der menschlichen Wärme und des Miteinanders. Es gibt Zeichen, die Mut machen, die uns Hoffnung geben, die uns trösten.

Vielleicht machen Menschen in diesen Zeiten, in denen sie gezwungen sind, sich stärker in ihr Privatleben zurückzuziehen, auch zuhause wieder ganz neue Erfahrungen. Wir haben zum Beispiel am letzten Sonntag unseren Sohn aus Braunschweig abgeholt, wo er studiert und wir haben gestern - nach langer Zeit mal wieder - den ganzen Abend miteinander gespielt: "Wizzard" haben wir gespielt und mal abgesehen davon, dass ich verloren habe (ich bin ja auch immer noch irgendwie ein Junge, der nicht gut verlieren kann...), war es für uns drei zuhause ein wirklich schöner Abend, der uns vorübergehend abgelenkt und uns näher zusammengebracht hat.

Viele genießen die Blumen und die Sonne in diesen Tagen vielleicht mehr als je zuvor, manche lesen nach langer Zeit mal wieder ein Buch und es soll ja sogar Leute geben, die zuhause ihre Bibel gesucht und abgestaubt haben.

Ich habe das Gefühl, dass wir gerade dabei sind, uns zu verändern. Wir suchen in einer Welt, die vor Corona geprägt war durch ein immer schneller, weiter, lauter, wieder neu nach den Dingen, die unserer Seele und den Seelen anderer gut tun. Es ist stiller geworden in dieser sonst so lauten Welt. Schon die alten Psalmdichter wussten, dass die Stille, die Einkehr, die Besinnung den Menschen gut tun. In Psalm 62,2 heißt es: "Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft."

Das alte Sprichwort "Not lehrt beten" scheint zu stimmen. Die vielen Toten und das Leiden der Menschen verbieten es, der Corona-Krise etwas Positives abgewinnen zu wollen, aber mir macht es Hoffnung für diese Wochen, aber auch für die Zeit danach, dass wir uns wieder auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist, auf das, "was diese Welt im Innersten zusammenhält", wie es Goethe im "Faust" formuliert hat.

In dem Predigttext aus dem Hebräerbrief, der für diesen Sonntag vorgeschlagen wurde, heißt es an berühmter Stelle: "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." (Hebräer 13,14).

Diese zukünftige Stadt muss nicht ein Ort sein, an den wir erst nach diesem Leben hier gelangen. Sie kann auch ein Ort sein, an den wir schon hier in diesem Leben gelangen: Ein Ort voller Menschlichkeit, voller Frieden, voller Liebe, voller Gebet. Ein Ort, an dem Menschen gerne miteinander sind und mit Gott, mit Jesus Christus. Ein Ort wahren Glücks.

Meine Hoffnung ist, dass wir uns verändern durch diese Krise, dass wir am Ende näher bei Gott und näher beieinander sind.

Ich wünsche Ihnen und euch allen in diesen Wochen auch gute Erfahrungen, Momente des Glücks, Augenblicke der Menschlichkeit und Begegnungen mit Gott, unserem Vater.

Bleibt behütet, Amen.

Lasst uns beten: Herr, unser Gott, in diesen schweren Zeiten bitten wir dich um Zeichen der Hoffnung, der Liebe und des Friedens.
Lass uns nicht verzweifeln, nimm uns unsere Angst.
Gib denen, die sich jetzt um andere kümmern, Kraft, Mut und Vertrauen.
Bring uns in dieser Krise näher zusammen und hilf uns dabei, näher zu dir zu kommen.
Tröste alle Leidenden, nimm die Verstorbenen auf in ein neues Leben bei dir.
Hilf uns, Gott, durch diese Tage, Wochen und Monate zu kommen und stärke unsere Gemeinschaft und den Glauben an dich.
Wir beten dich an, Gott, der du der Schöpfer dieser Welt bist: Schenke du uns Heil, Gesundung und Frieden.
Das bitten wir dich im Namen unseres Herrn und Bruders Jesus Christus, Amen.

Oldendorf, 25.03.2020 Pastor Ralf Halbrügge

Sonntag, 5.April 2020 - Palmsonntag -

10:00 Uhr Kirche ohne Gottesdienst 

Sonntag, 12. April 2020 - Ostersonntag -

10:00 Uhr Kirche ohne Gottesdienst

Montag, 13. April 2020 - Ostermontag -

11:00 Uhr Kirche ohne Gottesdienst

Sonntag, 19. April 2020 - Quasimodogeniti -

Lektor Klaus Berner
Lektor Klaus Berner

10:00 Uhr Kirche Gottesdienst mit Lektor Klaus Berner

Sonntag. 26. April 2020

Pastor Ralf Halbrügge
Pastor Ralf Halbrügge

10:00 Uhr Kirche, Gottesdienst mit Pastor Ralf Halbrügge

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